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854 Rossier, Sylvie. 2013 Der Einfluss der Spiegelneurone auf den Spracherwerb. Parallelen zwischen modernen neurobiologischen Erkenntnissen und dem handlungs- und entwicklungsorientierten Therapieansatz nach M. Eichholzer

Diese Bachelorarbeit beschäftigt sich mit dem von Maja Eichholzer begründeten handlungsund entwicklungsorientierten Therapieansatz und dem Einfluss der Spiegelneurone auf den kindlichen Spracherwerb. Dabei wird vor allem auf den Zusammenhang zwischen den Spiegelneuronen und dem Sprachverständnis eingegangen. Es werden Gemeinsamkeiten, aber auch Unterschiede zwischen diesen Erkenntnissen aus der Neurobiologie und Eichholzers logopädischem Therapieansatz beschrieben. Da sich die Spiegelneurone im primären motorischen Cortex befinden, werden Grundzüge der motorischen Entwicklung im Kindesalter beschrieben. Es wird eine kurze Beschreibung der Sprachentwicklung auf der semantischen Ebene gemacht. Da Eichholzers Ansatz stark auf der Theorie der Entwicklungspsychologie nach Jean Piaget basiert, werden zum näheren Verständnis die sensomotorischen Entwicklungsstufen und die operative Entwicklungsstufe beschrieben. Nachdem diese Grundsteine gelegt wurden, wird auf den Therapieansatz nach Eichholzer eingegangen und die Spiegelneurone, deren Lokalisation und Funktion sowie verschiedene Untersuchungen zu den Spiegelneuronen im Zusammenhang mit dem Sprachverständnis und dem Spracherwerb werden beschrieben. Schlussendlich werden der Ansatz nach Eichholzer und die Forschungsergebnisse verglichen und ausgewertet. Es ergaben sich während der Arbeit weiterführende Fragen danach, wie der Spracherwerb bei Kindern aus dem Autismusspektrum verläuft, bei denen das Fehlen der Spiegelneurone vermutet wird oder wie ein Kind mit motorischer Beeinträchtigung Sprache erwirbt. Diese Fragen gilt es noch zu beantworten.


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