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856 Vetsch, Alicia. 2013 Denk- und Sprachentwicklung – ein Vergleich

Wenn wir denken, sprechen wir innerlich. Wie denken aber Babys, wenn sie noch nicht sprechen können? Diese Frage bildet den Ausgangspunkt dieser Arbeit. Babys nehmen zu Beginn vieles sensomotorisch auf. Diese aufgenommenen Merkmale werden aber vermutlich nicht direkt auf die sprachliche Ebene übertragen. Es wird davon ausgegangen, dass es noch eine Ebene der nichtsprachlichen geistigen Erkenntnisstruktur gibt. So lässt sich erklären, woher das Wissen kommt, das unabhängig von Wörtern ist.

Zu Beginn der Arbeit wird aber separat und relativ ausführlich auf die Denk- und Sprachentwicklung bei Kindern im Alter von 0-2 Jahren eingegangen. In einem zweiten Schritt werden diese beiden Bereiche miteinander verglichen und Zusammenhänge aufgezeigt. Es zeigt sich, dass das Sprechen das Denken beeinflusst und umgekehrt. Um Sprache zu erwerben, sind diverse kognitive Prozesse nötig, wie zum Beispiel das Bilden von Analogien. Und sprachliche Kategorisierungen beispielsweise können wiederum auf die Kognition rückwirken. Das Zusammenspiel von Sprache und Denken ist ein spannendes Thema, mit welchem sich bereits die berühmten Pädagogen Lev Vygotskij und Jean Piaget vor Jahrzehnten beschäftigten und welches noch heute aktuell ist.

Hierbei handelt es sich um eine literaturorientierte Arbeit. Die Arbeit richtet sich an alle, die sich für die kindliche Entwicklung interessieren. Da es in diesem Gebiet noch einiges zu erforschen gibt, bleibt es ein spannendes Thema und es bleibt Platz für weiterführende Fragen und Überlegungen.


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