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834 Welter, Sarah. 2011 Illettrismus: Phänomen und Angebote für Betroffene.

Illettrismus bezeichnet die Problematik, dass ein Teil der Bevölkerung trotz regulärem Schulbesuch nur über ungenügende schriftsprachliche Fähigkeiten verfügt. Diese Menschen haben die Kulturtechniken in der Schule erlernt und beherrschen sie teilweise auch, sie wenden sie aber aus verschiedenen Gründen nicht an. Die Schwierigkeiten im Lesen und Schreiben stellen die Betroffenen im beruflichen und privaten Alltag vor unüberwindbare Hürden und bringen schwerwiegende Folgen für die Betroffenen und die Gesellschaft mit sich. Laut dem „Schweizer Dachverband Lesen und Schreiben“ sind in der Schweiz rund 800 000 Personen von Illettrismus betroffen.
Diese Arbeit beschreibt in einem ersten Teil das Phänomen „Illettrismus“ im Allgemeinen und geht dabei genauer auf die Ursachen und Folgen des Illettrismus ein. In einem zweiten Teil wird der Frage nachgegangen, welche Angebote von Illettrismus betroffene Personen in Anspruch nehmen können, um ihrem Mangel an Grundbildung entgegen zu wirken. Mittels Literaturrecherche und Expertinnenbefragung wurde ein Überblick über das bestehende Weiterbildungsangebot gewonnen. Die Expertenbefragung lieferte einerseits Aussagen über die getroffenen Maßnahmen und den Handlungsbedarf und ermöglichte andererseits eine Auflistung von regionalen Bildungsangeboten im Bereich Lesen und Schreiben. Die Arbeit dürfte für LogopädInnen, Lehrpersonen und andere Personen, die sich mit der Illettrismusthematik auseinandersetzen, oder von Illettrismus betroffene Personen kennen, von Interesse sein.


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