Nr. Autor Jahr Titel
814 Hauser, Frieda. 2009 Selektiver Mutismus. Theoretische Zugänge und Therapie

Im ersten Teil der Arbeit werden Definitionen besprochen und verschiedene Sichtweisen beleuchtet, die den selektiven Mutismus zu verstehen versuchen. Eine direkt auslösende Ursache dieser seltenen, aber komplexen Störung ist nicht bekannt. Genetische oder organische Veranlagungen, psychische Ursachen, erlerntes Verhalten, eine Entwicklungsstörung, das Milieu und der Stress sind einzelne Risikofaktoren und können in der Potenzierung ein Kind schweigen lassen. Im Hauptteil werden Diagnostik und Therapie präsentiert. Die Diagnose erfordert in erster Linie eine genaue Beobachtung des Kindes in verschiedenen Situationen, aber auch Anamnesen müssen erhoben werden und der Beizug von Fachleuten aus den Bereichen Logopädie, HNO, Neurologie, Psychologie oder Psychiatrie kann nötig sein. Über den Erfolg der Therapie entscheiden unter anderem die Beziehung, die therapeutische Betreuung, die Therapieprinzipien, die Festlegung des Auftrags, der Entscheid, ob die therapierende Person oder das Kind das Tempo bestimmen soll, die Intuition, die Wahl des Therapieansatzes sowie die Zusammenarbeit mit Eltern und Fachpersonen. Der Praxisbezug wird in der Arbeit durch das Fallbeispiel „Joya“ hergestellt.


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