Nr. Autor Jahr Titel
818 Wittwer, Karin. 2009 Die Atemrhythmisch Angepasste Phonation

Den Menschen wurde ein Instrument geschenkt, welches sie in der mündlichen Kommunikation untereinander zum Klingen bringen – die Stimme. Es ist von Vorteil, wenn man dieses Instrument spielen kann. Dies gelingt jedoch nicht immer, oder nicht immer ganz ohne gezielte Übung. Die Atemrhythmisch Angepasste Phonation (AAP), welche erstmals von Horst Coblenzer und Franz Muhar beschrieben wurde, ist ein psychophysisches Modell der mündlichen Kommunikation. Mittels AAP soll eine Balance zwischen den physiologischen und den psychischen Faktoren des Stimm- und Sprechverhaltens entstehen. Die Faktoren, welche betrachtet werden, sind das Körperbewusstsein, die Artikulation, die Stimme, die Haltung, die Atmung, der Partnerkontakt und die Intention. Der Schlüssel zur AAP ist das Abspannen, womit das geräuschlose Einatmen innerhalb von 0.2 Sekunden gemeint ist. Das erklärte Ziel der AAP ist es, authentisch, ökonomisch und wirkungsvoll zu sprechen und zu singen. Die AAP kann in der logopädischen Therapie vielfältig eingesetzt werden, besonders gut eignet sie sich bei organischen und funktionellen Stimmstörungen sowie bei Redeflussstörungen. Von den Begründern selbst wie auch von weiteren Autoren werden zahlreiche Übungen beschrieben. Die Arbeit umfasst folgende Teile: Theorie zur AAP, ein Selbstversuch der Autorin und die Ergebnisse zur Frage, wie die AAP in der logopädischen Therapie eingesetzt werden kann.


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