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807 Beck, Karin. Meierhans, Anna. 2009 Therapieansätze für die semantisch-lexikalische Störung

Unsere produktorientierte Arbeit gliedert sich in einen theoretischen und einen praktischen Teil. Der theoretische Teil befasst sich mit der Symptomatik, den Ursachen und Auswirkungen einer semantisch-lexikalischen Störung und stellt geeignete Therapieansätze vor. Multifaktorielle Ursachen rufen eine semantisch-lexikalische Störung hervor, hinter der sich unterschiedliche Störungsschwerpunkte verbergen. Liegt der Störungsschwerpunkt in der semantischen Organisation, ist das Ziel der Therapie die Strukturierung und Organisation semantischer Repräsentationen, um die Vernetzung von lexikalischen Einträgen anhand von semantischen Merkmalen kategorisieren zu können. Besteht hingegen die Schwierigkeit darin, die einzelnen Kategorien voneinander abzugrenzen, werden eher die taxonomischen Hierarchien und die semantischen Relationen bewusst gemacht. Steht das Problem im Bereich der Repräsentation der Wortform im Vordergrund, soll sie stabilisiert und ausdifferenziert werden. Für die störungsspezifische Wortschatztherapie können verschiedene Therapieansätze angewendet werden, obwohl die semantische Elaborationstherapie und die Abrufstrategietherapie die höchste Erfolgsquote für die Wirksamkeit der Therapie verspricht. Es empfiehlt sich eine gemischte, semantisch-phonologische Elaborationstherapie anzubieten, die themenzentriert semantische Felder bearbeitet. Die neuen Erkenntnisse aus der Theorie sind in der Themenmappe in gezielten Übungen ersichtlich, die spezifisch auf diese Störungen zugeschnitten sind und sich eignen, die Schwierigkeiten dieser Kinder konkret anzugehen und zu verbessern.


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