Nr. Autor Jahr Titel
791 Feser, Beatrice. 2008 Gebärdenunterstützte Kommunikation

Gebärden und Logopädie. Ein Widerspruch? Nicht im Bereich der Unterstützten Kommunikation. Dort gehören Gebärden zu den körpereigenen Kommunikationsformen. Sie werden bei Menschen mit Behinderung eingesetzt, die Schwierigkeiten mit der Verständigung und dem Verstehen haben. Dabei ergänzen oder ersetzen Gebärden die Lautsprache. In der Frühförderung ging man lange Zeit davon aus, dass der Einsatz von Gebärden den Spracherwerb und das Sprechen verhindern würde. Heute weiss man jedoch, dass das nicht der Fall ist. Im Gegenteil, Gebärden haben sogar eine die Lautsprache anbahnende Wirkung. Sie überbrücken während des Spracherwerbs eine Phase, in der die behinderten Kinder mehr verstehen, als sie ausdrücken können. Wie jede Form Unterstützter Kommunikation haben auch Gebärden ihre Vor- und Nachteile und bei der Vermittlung von Gebärden müssen bestimmte Punkte beachtet werden. Trotzdem stellen sie eine wichtige Form kommunikativen Austauschs dar und sollten deshalb auch in der Logopädie Anwendung finden. Also, keine Angst vor Gebärden!


« zurück