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784 Arroyo, Karen. 2008 Dyskalkulie als Teilbereich der Logopädie. Wie kann ich als Logopädin/als Logopäde eine Dyskalkulie erkennen?

Bei einer Dyskalkulie kann das Kind nur nicht gut rechnen – oder sind noch andere Entwicklungsbereiche betroffen? Braucht es bei einer diagnostizierten Rechenschwäche lediglich ein Training oder eine Art Nachhilfe in Mathematik? Welche ­mathematischen Entwicklungsschritte muss ein Kind bis Ende erster Klasse erreicht haben? Gibt es einen Zusammenhang zwischen Unterrichtsform und Dyskalkulie? Mit diesen Fragen habe ich mich im Zuge meiner Diplomarbeit beschäftigt. Nicht alle Logopädinnen und Logopäden sind in den Genuss einer ausführlichen Dyskalkulieausbildung gekommen. Diese Arbeit soll diese Lücke (wenigstens teilweise) schliessen. Der Schwerpunkt der Arbeit liegt auf der mathematischen Entwicklung. Bei einer Arithmasthenie sind Sprache und Teilleistungen (z.B. Wahrnehmung, Motorik, seriale Leistungen) immer ebenfalls betroffen, was eine Brücke zur logopädischen Tätigkeit schlägt. Diagnostik und Therapie sind ebenfalls Thema der Arbeit. Pfannenfertige Therapieanleitungen gibt es keine, weil dies für die Dyskalkulietherapie keinen Sinn macht. Jedes Kind hat seine eigene mathematische Schwäche und indiviuelle Störungen der Teil- und / oder Entwicklungsbereiche. Deshalb muss es individuell gefördert und das Material spezifisch und der Störung entsprechend zusammengestellt werden. Eine Dyskalkulie wächst sich nicht aus. Die Betroffenen sind auch im Erwachsenenalter mathematisch eingeschränkt. Deshalb sollte der Dyskalkulietherapie verstärkt Raum gegeben werden – auch im Zuge präventiver Überlegungen.


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