Grundlagen und Diagnostik für mehrsprachige Kinder und Jugendliche in der Logopädie

Weltweit stellen mehrsprachig aufwachsende Kinder den Regelfall und nicht die Ausnahme dar. So sind auch Logopädinnen und Logopäden im schulischen Kontext und in freien Praxen für mehrsprachig aufwachsende Kinder verantwortlich. Die Vielfalt der unterschiedlichen Erstsprachen in den Klassenzimmern nimmt dabei stetig zu. Diese Situation stellt die verantwortlichen Logopädinnen und Logopäden vor Herausforderungen, auch weil sie in den meisten Fällen die Erstsprache des Kindes nicht beherrschen.

Dieses Seminar ist Teil des Moduls A «DIAGNOSTIK» aus dem CAS «Mehrsprachige Kinder und Jugendliche in der Logopädie». Es ist unabhängig vom CAS buchbar.

Zielgruppe

Logopädinnen und Logopäden, die sich therapeutisch mit mehrsprachig aufwachsenden Kindern und Jugendlichen sowie deren Umfeld beschäftigen.

Inhalt

Im dreitägigen Seminar erwerben die Teilnehmenden fundiertes Fachwissen zum mehrsprachigen Spracherwerb auf dem aktuellen Stand der Forschung. Im Vordergrund steht hierbei der Erwerb von Deutsch als Zweitsprache (DaZ) und die Eigenschaften der typischen Herkunftssprachen in der Schweiz lebender Kinder mit Migrationshintergrund (z.B. portugiesisch, albanisch). Es wird auf die theoretischen Grundlagen des bilingualen Ausspracheerwerbs sowie die Komplexität der Diagnostik eingegangen. Das diagnostische Vorgehen, Hilfsmittel und mögliche therapeutische/beratende Schritte werden behandelt. Es werden zudem zwei mögliche diagnostische Settings vorgestellt. Bei mehrsprachigen Kindern gilt es, in Spielsituationen ihren kulturell oft anders geprägten Hintergrund mit einzubeziehen. Es wird aufgezeigt, welche Aspekte mit mehrsprachigen Kindern berücksichtigt werden sollten, um eine verlässliche Beurteilung der gesamtsprachlichen Kompetenzen der Kinder zu erhalten.

Ziele
  • können den multilingualen Spracherwerb sowie den bilingualen Ausspracheerwerb erklären.
  • können eine individuell ausgerichtete Diagnostik einer Aussprachestörung und mögliche differenzialdiagnostische Schritte planen.
  • können den Erfahrungshintergrund mehrsprachiger Kinder im Spielsetting in die anschliessende Beurteilung des Sprachentwicklungsstandes einbeziehen und die mehrsprachigen Kompetenzen in Testsituationen berücksichtigen.
Referierende

Dr. Christoph Till, Sprachheilpädagoge, Pädagogische Hochschule Bern - Institut für Heilpädagogik «Grundlagen multilingualer Spracherwerb»

Prof. Annette Fox-Boyer, PhD MSc, Professur für Theoriebildung in der Logopädie, Hamburg «Diagnostik von Aussprachestörungen»

Judith Häusermann, lic. phil., dipl. Logopädin, schulpsychologischer Dienst, Kanton Aargau: «Entwicklungspsychologische und testbasierte Diagnostik»

Dauer

Freitag, 22. November 2019 9 Uhr-16.15 Uhr
Samstag, 23. November 2019 9 Uhr -16.15 Uhr
Samstag, 7. Dezember 2019 9 Uhr – 16.15 Uhr

Ort Kirchgemeindehaus Neumünster, Seefeldstrasse 91, 8008 Zürich
Kosten CHF 1060.00 / SAL Einzelmitglieder CHF 960.00
Organisation Anja Apfelbeck, Leitung Weiterbildung SAL / SHLR
Kontaktperson Ruth Vetterli, Administration SAL / SHLR, Fon 044 388 26 90
Anmeldung Online oder mit Anmeldeformular bis 11. Oktober 2019

Downloads Anmeldeformular
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